WM war gestern. Jetzt stehen die Raiffeisen Club Tryouts vor der Tür.
© Herbert KratkyTitelverteidiger USA dominiert Kanada im Finale der IFAF-Weltmeisterschaft vor 20.000 Fans und siegt mit 50:7.
Europameister Deutschland besiegt Frankreich bei der IFAF-Weltmeisterschaft im Spiel um Platz Fünf mit 21:17.
Ein geblockter Field-Goal-Versuch in den letzten Sekunden entscheidet das Spiel um Platz 3 der IFAF-Weltmeisterschaft.
© Herbert Kratky
| Teamname | W | L | T | PF | PA |
|---|---|---|---|---|---|
| USA | 3 | 0 | 0 | 126 | 14 |
| Mexiko | 2 | 1 | 0 | 94 | 32 |
| Deutschland | 1 | 2 | 0 | 52 | 90 |
| Australien | 0 | 3 | 0 | 20 | 156 |
| Teamname | W | L | T | PF | PA |
|---|---|---|---|---|---|
| Kanada | 3 | 0 | 0 | 112 | 51 |
| Japan | 2 | 1 | 0 | 86 | 47 |
| Frankreich | 1 | 2 | 0 | 44 | 96 |
| Österreich | 0 | 3 | 0 | 36 | 84 |
Das Spiel um die Football-Krone begann mit dem Kick-Off der Kanadier und dem ersten Drive des Titelverteidigers, der sich mit wenigen Spielzügen in die gegnerische Redzone arbeitete. Nachdem der erste Touchdown-Versuch des US-Running Backs Henry Harris nicht gewertet wurde, brachte Nate Kmic die US-Boys in Führung.
Rund siebeneinhalb Minuten vor dem ersten Seitenwechsel, fand der Running Back ein Loch in der kanadischen Defense und stellte damit auf 7:0. Da der Gegenangriff der „Maple Leaves“ im Keim erstickt wurde, kamen die Football-Natives nach wenigen Augenblicken erneut in Ballbesitz, der allerdings nicht in Zählbares umgewandelt werden konnte. Das erste Viertel endete mit dem Drive der Kanadier – 7:0.
Die Kanadier bahnten sich ihren Weg in Richtung gegnerische Endzone. Kurz vor der Endzone führte jedoch ein Fumble des Quarterbacks zu einem Touchback und dementsprechend zu einer neuen Angriffserie des Titelverteidigers. Diese Möglichkeit nutzte der Weltmeister um seine Führung weiterauszubauen.
Der zweite US-Quarterback, Matt Bassuener, ging selbst und kämpfte sich, rund sechs Minuten vor der Halbzeitpause, mit einem Lauf durch die Mitte in die kanadische Endzone – Touchdown zum 14:0. Nur wenige Momente später konnte das US-Team seine Führung ausbauen. Nachdem Kanadas Quarterback gesackt und immer weiter nach hinten gedrängt wurde, entschied er sich freiwillig für ein Safety und kniete, dreieinhalb Minuten vor der Pause, ab – 16:0.
In dieser Tonart ging es nahtlos weiter. Zwei Minuten vor dem Gang in die Kabinen, war es der Stammquarterback, Cody Hawkins, der zuerst einen Passversuch vortäuschte um anschließend mit einem Touchdown-Lauf auf 23:0 zu erhöhen.
Da der Gegenangriff der „Ahornblätter“ abermals schnell gestoppt werden konnte, ging die US-amerikanische Touchdown-Party weiter. Joe Sturdivant empfing das „Ei“ von Quarterback Cody Hawkins und stellte mit seinem Sprint in die Endzone, 40 Sekunden vor der Halbzeitpause, auf 30:0. Nur wenige Sekunden später gab der WM-Neuling Kanada ein Lebenszeichen von sich – Quarterback Michael Faulds fand Running Back David Stevens, der sieben Sekunden vor dem zweiten Seitenwechsel, mit seinem Touchdown-Lauf auf 30:7 verkürzte. Wer jedoch glaubte, dass es sich hierbei bereits um den Halbzeitstand handelte, wurde von den US-Boys eines besseren belehrt. Mit der Schlusssekunde war es der Wide Receiver Ricardo Lenhart, der eine undichte Stelle in der kanadischen Abwehr fand und um weitere sieben Punkte auf 37:7 erhöhte.
Das US-Team geht nicht vom Gas
Mit dem Kick-Off des Titelverteidigers wurde die zweite Spielhälfte eröffnet, wobei der anschließende Drive der Kanadier nur von kurzer Dauer war. US-Safety Jordan Lake konnte einen Pass des gegnerischen Quarterbacks abfangen und vollendete die Interception mit einigen Yards an Raumgewinn. Es dauerte nicht lange bis die US-Boys erneut scorten – Wieder war es Nate Kmic, der, elf Minuten vor dem Schlussviertel, mit dem Ball in die Endzone der Kanadier stürmte und auf 43:7 erhöhte, da Greggery Berkshire den Extrapunkt via Fieldgoal nicht an Land ziehen konnte. Der kanadische Gegenangriff konnte abermals früh gestoppt werden, wobei auch der nachfolgende Drive der Amerikaner keine Punkte einbrachte.
Eine neuerliche Interception durch Jordan Lake, führte zum nächsten Angriff des US-Teams, der die Football-Lehrstunde in Stars and Stripes verlängerte. Running Back Henry Harris hechtete mit dem „Ei“ in die kanadische Endzone und baute die Führung, rund zwei Minuten vor Spielende, zum 50:7 aus – letzter Seitenwechsel des Turniers.
Auch zu Beginn des Schlussviertels änderte sich nichts am Spielgeschehen – Team-Canada musste nach wenigen Spielzügen punten, was den nächsten US-Angriff einleitete, der zunächst einen weiteren Punktgewinn vermuten ließ, aber rechtzeitig von den „Maple Leaves“ gestoppt werden konnte. Der anschließende und letzte Drive des Turniers, brachte das Team aus Kanada zwar in die Nähe der amerikanischen Endzone; für den zweiten kanadischen Touchdown hat es trotzdem nicht gereicht.
Da der letzte Spielabschnitt vor allem durch die Defense Units geprägt war, konnte im Gegensatz zu den vorherigen Vierteln kein Punktgewinn bejubelt werden. Der Stimmung tat es aber keinen Abbruch, und somit bejubelten 20.000 begeisterte Football-Fans den 50:7-Sieg der US-Amerikaner und wandelten das altehrwürdige Happel-Oval in eine Party-Area um.
USA vs. Kanada 50:7
Datum: 16. Juli 2011
Spielort: Wien
Stadion: Ernst-Happel-Stadion
Zuschauer: 20.000
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