Austria 2011 WORLD CHAMPIONSHIP OF AMERICAN FOOTBALL

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Neue Helden sucht das Land

WM war gestern. Jetzt stehen die Raiffeisen Club Tryouts vor der Tür.

© Herbert Kratky
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USA wieder Weltmeister

Titelverteidiger USA dominiert Kanada im Finale der IFAF-Weltmeisterschaft vor 20.000 Fans und siegt mit 50:7.

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Deutschland bleibt Europas Nr.1

Europameister Deutschland besiegt Frankreich bei der IFAF-Weltmeisterschaft im Spiel um Platz Fünf mit 21:17.

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Team Japan erobert Bronze

Ein geblockter Field-Goal-Versuch in den letzten Sekunden entscheidet das Spiel um Platz 3 der IFAF-Weltmeisterschaft.

© Herbert Kratky
WORLD CHAMPIONSHIP OF AMERICAN FOOTBALL
Samstag, 16.07.2011 18:05 Von: Daniel Fettner

Deutschland bleibt Europas Nr.1

Europameister Deutschland besiegt Frankreich bei der IFAF-Weltmeisterschaft im Spiel um Platz Fünf mit 21:17.


Das Spiel um den fünften Platz begann mit dem Kick-Off der Franzosen und dem anschließenden Drive des amtierenden Europameisters, der jedoch ein jähes Ende fand. Der darauffolgende Angriff der Franzosen brachte zwar ebenso wenig ein, jedoch musste Deutschland trotzdem einen Rückschlag hinnehmen, da Defense Liner Maximilian Grewe verletzungsbedingt das Spielfeld vorzeitig verlassen musste. Im weiteren Verlauf des ersten Spielabschnitts änderte sich nur wenig an der Spielcharakteristik, da beide Defense Units nur wenig Raumgewinn zuließen. Zwar waren immer wieder schnelle Laufspiele zu sehen, die gegnerische Redzone konnte jedoch nur aus der Ferne begutachtet werden. Aus diesem Grund endete das erste Viertel punktelos – 0:0.

Kaum waren die Seiten gewechselt, war es der Vize-Europameister, der die ersten Punkte des Nachmittags erzielte. Der Running Back mit der Nummer 28, Laurent Marceline, schaltete einen Gang hoch und sprintete mit dem „Ei“ in die deutsche Endzone und stellte damit, in den ersten Sekunden des zweiten Viertels, auf 0:7. Es dauerte jedoch nicht lange bis Team-Germany zurückschlug – Wide Receiver Niklas Römer pflückte in sicherer Manier den Pass von Quarterback Joachim Ullrich herunter und vollendete, rund zehn Minuten vor der Halbzeitpause, zum 7:7-Ausgleich.

Die nachfolgenden Drives beider Teams standen im Zeichen der Defense Units, die sicher standen und die gegnerische Offense immer wieder zum Punt zwangen. Der Europameister musste in dieser Phase jedoch einen weiteren Spielerausfall beklagen – Wide Receiver Felix Brenner humpelte, eine Minute vor  der Pause, in die Katakomben des Happel-Ovals. Im weiteren Verlauf des zweiten Viertels konnte sich vor allem das Team aus Frankreich mit spektakulären Spielzügen Richtung gegnerische Endzone vorkämpfen, der eine oder andere Punktgewinn blieb aber beiden Teams versagt. Die zweiten zwölf Minuten endeten daher beim Stand von 7:7, was eine spannende zweite Hälfte garantierte.

Nur wenige Minuten des dritten Viertels vergingen, bis sich Team-France in der gegnerischen Redzone wiederfand. Obwohl der Druck der deutschen Defense immer größer wurde, war es wieder Laurent Marceline, der die Equipe Tricolore erneut in Führung brachte. Der Running Back tankte sich durch die gegnerische Abwehr und stellte mit seinem zweiten Touchdown, knapp siebeneinhalb Minuten vor dem Schlussviertel, auf 7:14.

Die nachfolgenden Drives beider Mannschaften brachten zwar einige Yards, aber keine Punkte – dies sollte sich aber nur wenig später ändern. Deutschlands Running Back Danny Washington hechtete mit dem „Ei“ in die französische Endzone und glich, rund eineinhalb Minuten vor dem letzten Spielabschnitt, mit seinem Touchdown zum 14:14 aus. Mit dem französischen Gegenangriff wurden die Seiten zum letzten Mal gewechselt.

Da der Drive der Franzosen mit einem Punt endete, kamen die „Men in Black“ nach wenigen Spielzügen erneut in Ballbesitz. Quarterback Joachim Ullrich fackelte nicht lange und zirkelte den Ball auf Receiver Niklas Römer, der sein Team, bei verbleibenden neun Minuten, mit seinem zweiten Touchdown des Nachmittags erstmals in Führung brachte – 21:14. Die Equipe Tricolore gab sich aber nicht auf und kämpfte sich immer näher an die gegnerische Endzone. Schließlich war es der französische Kicker, Bruno Nekili, der mit einem Fieldgoal aus fast 35 Yards auf 21:17 verkürzte.

Zwar waren danach etwas mehr als zweieinhalb Minuten zu spielen, am Ergebnis änderte dies aber nichts mehr. Der Europameister spielte die Uhr herunter und ließ den Franzosen keine Chance auf weitere Punkte. Mit diesem Sieg, und dem fünften WM-Platz, bestätigt Deutschland seine Führungsposition im europäischen Football, auch wenn das Team aus Frankreich ein ebenbürtiger Gegner war, der das Spiel bis zur letzten Sekunde offen hielt.

Deutschland vs. Frankreich 21:17
Datum: 16. Juli 2011
Spielort: Wien
Stadion: Ernst-Happel-Stadion
Zuschauer: 16.500
Link: Game Statistics